Die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg haben sich zur Ehrung der großen Fussballer in der erfolgreichen Vereinsgeschichte etwas Einzigartiges in der Bundesliga einfallen lassen. Als erster Verein in der Bundesliga hat der 1. FC Nürnberg die Blöcke des ehemaligen Frankenstadions, jetzt EasyCredit-Stadion, nicht einfach nur mit Nummern versehen, sondern jeden Block nach einem bedeutenden Club-Spieler benannt. Die Namen von über 40 großen Spielern des 1. FC Nürnberg stehen mittlerweile in riesigen Buchstaben auf den Infotafeln der jeweiligen Blöcke.
Um für einen Block im 1. FC Nürnberg Stadion als Namensgeber in Frage zu kommen, sollten die Spieler mehr als 400 Spiele für den Club bestritten haben, sowie Meister- und Nationalspieler sein. Es gibt aber auch Ausnahmen.
Die Namen der erfolgreichsten Spieler des 1. FC Nürnberg Hans Kalb, Heiner Träg, Heiner Stuhlfauth und Luitpold Popp wurden den Blöcken 9, 14, 18 und 41 in dieser Reihenfolge gegeben. Die Club-Legende Max Morlock ist Namensgeber des Block 8 im Stadion des 1. FC Nürnberg. Da Max Morlock über 900 Spiele für den 1. FC Nürnberg bestritt und dabei sagenhafte 700 Tore erzielen konnte, ist ihm zu Ehren die Max-Morlock-Statue errichtet worden. Viele Fanclubs und Fans des 1. FC Nürnberg haben für das Denkmal gespendet und am 23.08.2008 wurde die Statue vor der Nordkurve des 1. FC Nürnberg Stadions feierlich enthüllt.
Bei Spielen der 1. Bundesliga finden 48.548 Zuschauer Platz im 1. FC Nürnberg Stadion, davon sind 37.967 Sitzplätze und 10.581 Stehplätze für die Fans vorgesehen. Das entspricht einem Verhältnis Sitzplätze zu Stehplätze von fast 4 zu 1. Wie in modernen Stadien üblich, so finden sich auch in dem EasyCredit-Stadion 1184 Business-Seats, oder altmodisch aber traditionell Plätze für Geschäftsleute. In den 20 Logen finden noch einmal 180 sehr wichtige Menschen Platz.
Da Fussball von der Berichterstattung lebt, müssen auch Plätze für die schreibende Zunft bereitgestellt werden. Im Stadion des 1. FC Nürnberg sind dafür 154 Presseplätze vorgesehen. Für TV-Kommentatoren finden im Nürnberger Stadion 18 Journalisten Platz in zwei Kommentatorenkabinen. Sehr lobenswert ist das Bereitstellen von 95 Plätzen für Menschen mit Behinderung und fünf Sitze für sehbehinderte Fans des 1. FC Nürnberg. Weitere noch viel ausführlichere Informationen, Zahlen und detaillierte Fakten über das wunderschöne Stadion des 1. FC Nürnberg finden Club-Fans unter dem Bereich EasyCredit-Stadion auf der Vereinseite: http://www.fcn.de/stadion/easycredit-stadion.
Die Ausstattung des 1. FC Nürnberg Stadions ist hochmodern und bietet alles was der Profi-Fussballer begehrt. In den Umkleidekabinen sind separate Entmüdungsbecken und Massageräume für die Spieler integriert. Es gibt Arzt- und Behandlungsräume, drei Fernsehstudios und die Flutlichtanlage ist HDTV geeignet, d.h. sie ist für die empfindlichen Kameras genügend hell. Für Zuschauer die mit dem PKW in das 1. FC Nürnberg Stadion anreisen, werden 15.000 Parkplätze zur Verfügung gestellt. Und für die Fussballspieler, gerade für die Flügelspieler, sehr wichtig: das Spielfeld hat die Maße 105 x 68 Meter.
Das heutige EasyCredit-Stadion hatte vorher die Stadionnamen das Städtische Stadion und später das Frankenstadion. Wenn die Zeiten der lockeren Kredite vorbei sind, dann wird es wohl wieder Frankenstadion heißen, aufgrund des Traditionsbewusstseins des 1. FC Nürnberg. Den aktuellen Namen hat das Stadion des 1. FC Nürnberg am 13.03.2006 erhalten, als es einen eigenen Stadionsponsor bekam. In der Folgezeit sind auch viele andere Fussballvereine dem Ruf des Geldes gefolgt und haben ihre Tradition höchstbietend verkauft.
Nachdem der Architekt Otto Ernst Schweizer die Planungen abgeschlossen hatte, wurde das Stadion des 1. FC Nürnberg in drei Jahren Bauzeit von 1925 bis 1928 errichtet. In seiner ersten Form als Städtisches Stadion fasste die Heimstätte des 1. FC Nürnberg etwa 50.000 Zuschauer. Leider kam das Stadion 7 Jahre zu spät, da im Jahr 1928 die erste große Zeit des Clubs gerade ihr Ende fand.
Nach dem Krieg wurde es einige Male modernisiert und im Jahr 1987 erfolgte der erste größere Umbau des 1. FC Nürnberg Stadions. Den achteckigen Grundriss behielt das Städtische Stadion, nicht aber seinen Namen. Nach Abschluss der Arbeiten wurde es 1991 in das Frankenstadion umgetauft. Bei dem Umbau wurde das Fassungsvermögen leicht reduziert. Die nächste größere Modernisierung des 1. FC Nürnberg Stadions fand im Zuge der WM-Vorbereitungen statt. Für insgesamt 53 Millionen Euro wurde unter anderem das Spielfeld um 1,5 Meter tiefer gelegt. Vielleicht verhilft dies dem 1. FC Nürnberg zu einer sportlichen Spielweise.