Der SC Freiburg ist für seinen kombinationsreichen Angriffs-Fussball bei vielen deutschen Fussballfans beliebt. Sicherlich würden auch Fans außerhalb Deutschlands den SC Freiburg unterstützen, da seine Spielweise ähnlich attraktiv wie die des FC Arsenal Londons ist. Dazu müsste der SC Freiburg aber öfter auf der internationalen Fussballbühne vorspielen. Dies ist dem SC Freiburg in seiner Vereinsgeschichte bisher erst zweimal, in den Jahren 1995 und 2001, gelungen.
Die Geschichte des SC Freiburg begann im Jahr 1904. In diesem Jahr wurden die Fussballvereine FC Schwalbe Freiburg und der Freiburger Fussballverein 04 gegründet. Ein Jahr später nannte sich der FC Schwalbe Freiburg in FC Mars um, nur um sich im Jahr 1909 erneut in FC Union Freiburg umzubenennen. Auch der FFC 04 musste seinen Vereinsnamen in SV 04 ändern.
Dann, am 3. März 1912 ist es soweit, der Sport-Club Freiburg entsteht aus dem Zusammenschluss des FC Union Freiburg und des Sportverein 04 Freiburg. Das Wappen des neu gegründeten Vereins wird das Münzzeichen der Stadt Freiburg, der Greifenkopf. Die Wappenfarben sind Schwarz und Weiß. Obwohl die Vereinsgründung im Jahr 1904 datiert ist, ist das Jahr 1912 sehr bedeutsam in der Historie des SC Freiburg.
In den Jahren des Ersten Weltkriegs wird Fussball zur Nebensache. Die Sportplätze werden in "Kriegsgärten" umgewandelt. Man beachte, die bei der Namensgebung angewandte Sinnverdrehung. Auch in der heutigen Zeit ist dieses Mittel den Regierenden nicht verloren gegangen. Siehe das Verteidigungsministerium der USA, welches nur andere Länder angreift. Es müsste besser Angriffs- oder Kriegsministerium heißen.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wächst der SC Freiburg Stück für Stück. Schon im Jahr 1925 können die Breisgauer über 1000 Mitglieder verzeichnen. In dem am 1. März offiziell eingeweihtem Wintererstadion können die Spieler des SC Freiburg das Kunststück vollbringen und den Deutschen Meister 1. FC Nürnberg mit 2:1 zu bezwingen, ein erster Triumph in der SC Freiburg Geschichte. Der SC Freiburg geht eine Kooperation mit dem PSV Freiburg ein.
Als der PSV Freiburg im Jahr 1930 zahlungsunfähig wird, übernimmt der SC Freiburg die Schulden und ist dadurch von nun an alleiniger Nutzer des Wintererstadions. Insgesamt sind die 20er Jahre schwere Jahre für die Freiburger, doch in den darauffolgenden Jahren wird es nicht besser. Mit der Großen Depression verlieren viele Mitglieder des SC Freiburg ihre Arbeit und sehen harten Zeiten entgegen.
Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht übernehmen, werden die deutschen Vereine gleichgeschaltet. Ziel dieser Aktion war es, die verschiedenen Aktivitäten zusammenzufassen und eine gemeinsame Richtung vorzugeben. Dies ging natürlich auf Kosten der Individualität, also der persönlichen Freiheit. Im Jahr 1936 werden dem SC Freiburg die Nutzungsrechte für das Wintererstadion von der Stadt aufgekündigt und ein Jahr später wird das Wintererstadion abgerissen.
Während der ersten Kriegsjahre im Zweiten Weltkrieg spielt der SC Freiburg noch regelmäßig in der Bezirksliga Breisgau und steigt sogar im Jahr 1941 in die Bereichsliga Baden-Süden auf. Die Klasse kann nicht gehalten werden und am Ende der Fussballsaison steht der direkte Abstieg in die Bezirksliga. Es folgt der erneute Aufstieg in die Bereichsliga Baden-Süd.
Mit den Bombenangriffen der Alliierten auf die deutsche Zivilbevölkerung ist an das Aufrechthalten des Spielbetriebs nicht mehr zu denken. Große Teile der Freiburger Innenstadt werden bei dem Bombenangriff am 27. November 1944 zerstört. Darunter auch die Geschäftsstelle des SC Freiburg und das Klub-Archiv. Am Ende des Krieges sind viele Spieler des SC Freiburg gefallen, in Gefangenschaft oder geflohen. Ein trauriges Kapitel in der Historie des SC Freiburg geht zu Ende.
Die Stadt Freiburg erhält von der Führung der französischen Besatzungszone die Erlaubnis zur Gründung von Sportvereinen, mit der Beschränkung, dass bereits bestehende Sportvereine ihre Namen ändern müssen. Der Sport-Club Freiburg muss sich in VfL Freiburg umbenennen.
Unter neuem Vereinsnamen erreicht der VfL Freiburg Mittelfeldplatzierungen in der Zonenliga Süd. Im Jahr 1949 gelingt dem VfL Freiburg sogar der Einzug in das südbadische Pokalfinale, das sie aber mit 1:2 gegen den VfL Konstanz verlieren.
Nach einer weiteren Umbenennung zu FT/SC Freiburg, folgt am 27. Juni 1952 die Neugründung des SC Freiburgs und knapp ein Jahr später beginnen die Bauarbeiten der SC-Mitglieder am Dreisamstadion, welches am 4. September 1954 im 50. Jubiläumsjahr des SC Freiburg offiziell eröffnet wird. Das Dreisamstadion sollte noch ein wichtiger Teil der SC Freiburg Geschichte werden.