Die Trainerliste des SC Freiburg ist lang und die meisten Trainer des Sport-Clubs trainierten die Mannschaft oft nicht länger als eine Fussballsaison. Es gibt aber drei SC Freiburg Trainer die aus dieser Liste herausragen, das sind Manfred Brief, Volker Finke und Robin Dutt. Mit dem Weggang von Volker Finke ging bei dem SC Freiburg eine Ära zu Ende. Mit Robin Dutt konnte ein würdiger Nachfolger verpflichtet werden.
Jeder Fussballverein hat seine eigene Spielweise. Manche Fussballclubs spielen wunderschönen Angriffs-Fussball, andere bevorzugen das Verteidigen. Die Fussballtrainer haben zwar ihre eigene Fussball-Philosophie, müssen sich jedoch oft mit der Sichtweise der Fans und der Clubtradition arrangieren.
Und so ist es auch beim SC Freiburg. Neue SC Freiburg Trainer bringen natürlich ihre eigenen Konzepte und Vorstellungen mit, können den Verein jedoch nicht in eine ganz andere Richtung lenken. Deswegen wird der SC Freiburg seinen Fans auch in Zukunft attraktiven Kombinationsfussball bieten. Die Trainer liefern dafür den Feinschliff und sorgen für die notwendige Disziplin.
Als am 1.Juli 1991 der SC Freiburg seinen neuen Trainer Volker Finke vorstellt, kann noch kein Fan erahnen welche großartigen Fussballerfolge der Sport-Club aus dem Breisgau in Zukunft feiern wird. Zu Beginn seiner Amtszeit spielte der SC Freiburg in der zweiten Fussball-Bundesliga und schwankte zwischen einem Mittelfeldplatz und der Abstiegszone.
Volker Finke trainierte vor dem SC Freiburg den 1. SC Norderstedt, den er bis in die zweite Bundesliga führte. Seine Erfolge machten ihn für andere Fussballvereine interessant unter anderem auch für den Sport-Club. Bei seiner Ankunft brachte Finke drei Fussballer seines bisherigen Clubs mit, diese waren Jens Todt, Stefan Beneking und Thomas Vogel.
Im ersten Jahr als SC Freiburg Trainer konnte Volker Finke den Sport-Club fast an die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga führen, der SC wurde aber am Ende der Saison noch vom 1. FC Saarbrücken überholt. Ein Jahr später in der Saison 1992/93 war der erste Aufstieg der Breisgauer in die Fussball-Bundesliga perfekt. Mit einer überragenden Zweitliga-Saison sicherte sich der SC Freiburg die Meisterschaft.
Die erste Saison in der Fussball-Bundesliga 1993/94 verlief sehr dramatisch für die Fans des Sport-Clubs. Mit einem Endspurt in den letzten drei Bundesligaspielen schaffte der SC Freiburg den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz und konnte den Klassenerhalt retten.
Die Fans und Verantwortlichen des SC Freiburg waren froh die erste Bundesligasaison gemeistert zu haben und rechneten mit einer weiteren sehr schwierigen Folgesaison. Doch es kam ganz anders. Der Sport-Club überraschte die Konkurrenz mit genialem Kombinations-Fussball und demontierte den deutschen Rekordmeister Bayern München mit 5:1 im Dreisamstadion. Die Spieler dieser Spielzeit waren Jens Todt, Jörg Heinrich und Rodolfo Cardoso.
Am Ende der Bundesliga-Saison 1994/95 stand der Sport-Club auf Tabellenplatz drei und war für den UEFA-Cup qualifiziert. Dies war die erfolgreichste Zeit in der Geschichte des SC Freiburg und ist vielen Fussballfans noch sehr bildhaft in Erinnerung.
Natürlich machten diese Erfolge die anderen Fussballvereine aufmerksam, es gab ja große Talente beim SC Freiburg die man abwerben könnte. Und so geschah es dann auch, Rodolfo Cardoso wechselte zu Werder Bremen und Jörg Heinrich nahm ein Angebot von Borussia Dortmund dankend an. Diese Abgänge konnten durch die Neuzugänge nicht kompensiert werden. Die Leistungen des SC Freiburg unter Trainer Volker Finke wurden schwächer und es folgte eine Zeit zwischen den beiden höchsten Spielklassen Deutschlands.
Den Abstiegen aus der Bundesliga in den Jahren 1997 und 2003 folgte jeweils der direkte Wiederaufstieg. In der Saison 2000/01 konnte der SC Freiburg unter Trainer Volker Finke erneut die Teilnahme am UEFA-Cup sichern, schied aber gegen den späteren Pokalsieger Feyenoord Rotterdam aus. Mit dem Abstieg am Ende der Bundesligasaison 2004/2005 begann für den Sport-Club eine längere Zeit in der zweiten Bundesliga. Der SC Freiburg verpasste jeweils den Aufstieg mit zwei vierten und einem fünften Platz knapp.
In der Saison 2007/08 ist es dann soweit, die Ära Volker Finke endet. Der langjährige Trainer des Sport-Club Volker Finke wird als SC Trainer von Robin Dutt abgelöst. In der ersten Spielzeit unter dem neuen Trainer verpasst die Mannschaft den Aufstieg in Liga 1 nur knapp.
Die nächste Saison verlief sehr erfolgreich. Der SC Freiburg Trainer Robin Dutt schafft es der Mannschaft neues Selbstvertrauen zu geben. Die Zweitligasaison 2008/2009 war für den Sport-Club ein großer Erfolg und so konnten die Fans des SC am Ende die neu eingeführte Meisterschale feiern. Nach Volker Finke ist Robin Dutt der zweite SC Freiburg Trainer, der die Meisterschaft in der zweiten Fussball-Bundesliga mit dem Sport-Club gewinnen konnte.
Nach weiteren erfolgreichen Jahren beim SC wechselte Robin Dutt am Ende der Bundesligasaison 2010/11 zu dem direkten Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen. Als Nachfolger von Robin Dutt wird Marcus Sorg neuer SC Freiburg Trainer.