Home Fussball Fussball Allgemein Geschichte der Bundesliga
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In der Bundesliga ist seit der Jahrtausendwende ein eindeutiger Trend zu erkennen. Jedes Jahr werden neue Zuschauerrekorde aufgestellt. Sollte sich die wirtschaftliche Lage nicht grundlegend ändern, wird dies wohl noch eine Weile so weitergehen. Auch gelingt es den Fussballvereinen immer öfter große Stars in die Bundesliga zu locken und diese auch zu halten. Bayern München ist in diesem Gebiet der Vorreiter.

So können immer wieder Top-Transfers von den Münchnern vermeldet werden. Die aktuellen Topspieler sind der Franzose Frank Ribery und der Niederländer Arjen Robben. Mit den Stars kommt oft auch der internationale Erfolg, da es gerade diese Spieler sind die in den Top-Spielen den Unterschied machen. Von daher könnte es demnächst wieder an der Zeit für den Gewinn der UEFA Champions-League bzw. der Europa-League sein.

Geschichte des deutschen Fussballs

Die Fussball-Bundesliga wurde erst im Jahr 1962 gegründet, vorher waren die Spitzenmannschaften in vielen verschiedenen Oberligen organisiert. Von daher kann der deutsche Profi-Fussball nur auf eine knapp 50 jährige Historie zurückblicken. Zu den erfolgreichsten Mannschaften der Bundesliga gehören FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach, SV Werder Bremen, Borussia Dortmund, VFB Stuttgart, Hamburger Sportverein, FC Köln und FC Kaiserslautern. Wobei der FC Bayern München mit über 20 Meistertiteln deutlich herausragt. Vielleicht können die anderen Mannschaften in den nächsten 50 Jahren die Dominanz der Münchener brechen. Aber dies wird mit Sicherheit keine leichte Aufgabe sein.

Vorbild für die deutsche Profiliga waren die anderen europäischen Spitzenligen. In England, dem Mutterland des Fussballs, gab es schon seit dem späten 19. Jahrhundert eine funktionierende und sehr gut organisierte Profi-Spielklasse. Wie mit der industriellen Revolution, so waren die Engländer auch mit dem Fussballsport dem Rest der Welt weit voraus. Langsam konnten sich weitere europäische Profiligen in Spanien und Italien etablieren. Dieser Prozess war in den späten 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgeschlossen. Dies bedeutete natürlich einen Vorteil für diese Länder, da die Profispieler über die besten Trainingsbedingungen verfügten und wegen der hohen Leistungsdichte stark gefordert wurden. Da konnten die deutschen Fussballer leider nicht mithalten, so sehr sie sich auch mit ihren Tugenden dagegen stemmten.

Gründung der deutschen Fussball-Bundesliga

Daher war die Gründung einer deutschen Profiliga notwendig. Dies geschah dann auch am 28. Juli 1962 im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhalle, dem Gründungstag der deutschen Fussball-Bundesliga. Für die erste Bundesliga Saison 1963/64 wurden 16 Fussballvereine zugelassen, dabei war das Vorgehen bei der Auswahl dieser Vereine sehr stark umstritten. So waren Vereine vertreten, die heute ein relativ unbekanntes Dasein fristen, wie:

  • Meidericher SV
  • Preußen Münster
  • FC Saarbrücken

Die einzige Fussballmannschaft die seit Gründung der Bundesliga an jeder Saison teilgenommen hat ist der Hamburger SV. Und als ob das noch nicht schwer genug ist, hat es der HSV sogar geschafft seit seiner Gründung im Jahr 1919 in der höchsten Spielklasse des deutschen Fussballs zu spielen. Damit haben die Hamburger das Kunststück vollbracht seit fast 100 Jahren nicht ein einziges Mal aus der höchsten Liga Deutschlands abzusteigen. Eine großartige Leistung!

Wiedervereinigung der höchsten Spielklasse

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands nehmen alle 16 Bundesländer an der höchsten Spielklasse teil. Leider nur in der Theorie, denn die beiden großen Fussballclubs des DFV (Deutscher Fussball-Verband der DDR) Hansa Rostock und Dynamo Dresden sind aktuell nur in der zweiten Bundesliga anzutreffen. Die Dominanz der alten Bundesländer ist sehr groß. Die geographische Verteilung der Bundesligavereine spiegelt auch die Bevölkerungsverteilung wider. Von daher ist in Zukunft auch nicht mit einem Brechen der Dominanz zu rechnen, eher mit einer weiteren Stärkung der Vereine aus den alten Bundesländern. So sind aktuell die west- und süddeutschen Fussballvereine besonders stark in der Bundesliga vertreten. Die norddeutschen Vereine wie Hamburger SV, Werder Bremen, Hannover 96 und VFL Wolfsburg versuchen dieses Ungleichgewicht auszugleichen. Schauen wir mal ob es ihnen gelingt.

Vorbildliches Wirtschaften der Bundesligavereine

Die deutschen Profivereine haben, im Vergleich mit ihren internationalen Mitbewerbern, solide Geschäftsmodelle. Sie finanzieren sich über den Kartenverkauf, Verkauf von Fanartikeln, Werbepartner und die Übertragungsgebühren des Fernsehens. Dabei sind die Preise für die Übertragungsrechte in der Vergangenheit stark gestiegen. Vorreiter auf diesem Gebiet war die englische Premier League, die bei der Vermarktung ihrer Vereine eine sehr aggressive Strategie verfolgt. Dennoch reichen die sehr hohen Marketingeinnahmen der Premier League nicht aus und viele der englischen Fussballclubs sind hoch verschuldet. Wie dieses Problem gelöst werden soll, ist derzeit nicht abzusehen. Daher muss man seinen imaginären Hut vor dem deutschen Wirtschaften ziehen und die Erfolge der Bundesligavereine im internationalen Vergleich umso höher schätzen. Denn er basiert nicht auf einen riesigen Schuldenberg, sondern aufgrund solider und nachhaltiger Vereinsführung.

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