In der Kultur der Menschheit sind Wettkämpfe stark verwurzelt. Seit Jahrhunderten finden öffentliche Wettkämpfe auf allen Teilen der Erde statt. Die Massen wollen Unterhaltung, sie wollen Spektakel und Abwechslung. Und genau das versprechen sie sich von einem öffentlichen Großereignis. Es gibt sehr detaillierte Aufzeichnungen über die sportlichen Wettkämpfe im antiken Griechenland, einer frühen Sportnation.
Das Großereignis der damaligen Zeit waren zweifelslos die Olympischen Spiele, die als Teil der Panhellenischen Spiele, im Sommer auf dem heiligen Hain von Olympia zu Ehren des Zeus ausgetragen wurden. In dieser Zeit, 776 v. Chr., wird auch der Begriff Stadion erwähnt. Damals bezeichneten die Griechen damit eine Strecke von 600 Fuß. Dies entspricht heute einer Länge von ca. 165 bis 196 m. Schon damals wurden große Stadien in der Nähe von griechischen Städten erbaut, ganz wie in unserer "modernen" Zeit auch.
Diese Stadien hatten Laufbahnen für die Athleten und Sitzstufen für das Publikum. In manchen älteren Fussballstadien finden sich noch heute Laufbahnen um den Fussballrasen herum. Da sich dies negativ auf die Atmosphäre im Stadion auswirkt, entfernen viele Fussballvereine mittels Umbaumaßnahmen die Laufbahnen wieder.
Aber nicht nur in Griechenland waren Wettkämpfe in großen Stadien populär, sondern auch in Italien bei den Römern. Ein bedeutendes Überbleibsel aus dieser Zeit, welches man heute noch besichtigen kann, ist das Kolosseum in Rom. Das Amphitheater gilt als Vorbild moderner Stadien. Das griechische Wort "amphi" bedeutet "um etwas herum" und somit bedeutet es Rundtheater. Also ein Theater bei dem die Bühne in der Mitte liegt und das Publikum rund herum Platz nimmt. Das antike Kolosseum ist heute eine Ruine, dennoch eines der Wahrzeichen Roms. Es wurde als bedeutendste Wettkampfstätte durch das Olympiastadion von Rom abgelöst, in dem der AS Rom und Lazio Rom seine Heimspiele austragen. Die deutschen Fussballfans verbinden sehr schöne Erinnerungen mit dem Stadio Olympico di Roma, da hier Deutschland 1980 Europameister und 1990 Weltmeister wurde.
Die Germanen konnten damals mit solchen architektonischen Meisterwerken wie dem Kolosseum nicht mithalten, sind aber in der heutigen Zeit mit ihren modernen und großen Stadien sehr gut aufgestellt. Außerdem sind die deutschen Stadien zu den Bundesligaspielen sehr gut besucht. Die Bundesliga verfügt aktuell über die höchste Stadienauslastung der großen europäischen Fussball-Ligen. Jedes Stadion der Bundesliga hat seinen eigenen ganz besonderen Charme, so wäre es nicht fair eine Rangliste der schönsten deutschen Fussballstadien zu erstellen. Sie sind alle großartig. Von internationaler Bedeutung waren in den letzten Jahren das Weserstadion, die Allianz Arena, der Signal Iduna Park (Westfalenstadion), die Mercedes-Benz Arena (Gottlieb-Daimler-Stadion) und die Veltins-Arena (Arena AufSchalke).
Der deutsche Fussballverein mit den meisten offiziellen Fanclubs ist der Rekordmeister FC Bayern München. Der FC Bayern München besitzt sogar weltweit sehr viele Fans, die sich in Fanclubs zusammengeschlossen haben. Weltweit verfügen die Münchner über 2290 offizielle Fanclubs mit 156.000 Mitgliedern (Stand: November 2006). Bei den Bayern München Fanclubs ist eine jährliche Fahrt in die Allianz Arena natürlich obligatorisch. Oft sieht man auf deutschen Autobahnen Bayern Fans, die mit ihrem Fanclub meist in Bussen auf dem Weg in die Allianz Arena sind.
Über viele Anhänger verfügt auch Werder Bremen, die sich gerne in der Ostkurve des Weserstadions versammeln, um ihren Verein anzufeuern. Man hört sie durch Sprechchöre und schwenkende Fahnen. Auch viele Mitglieder der Fanclubs sind in der Fankurve anzutreffen. Dort ist es am lautesten und die Fankurve befindet sich immer gegenüber des Gästeblocks. Insgesamt gibt es im Weserstadion Plätze für 42.358 Zuschauer. Ein Großteil der Plätze sind Sitzplätze. Meist gibt es in den Fankurven die günstigeren Stehplätze. Über Jahrzehnte hinweg schwankten die Mitgliederzahlen von Werder Bremen immer zwischen 2000 und 3000. In den letzten Jahren stiegen diese Zahlen rapide an und mittlerweile zählt der Club über 30.000 Mitglieder. Seit mehreren Jahren gibt es bei Werder Bremen einen sogenannten Fan-Beauftragten, der sich für die Interessen der Fanclubs engagiert. Dieser vom Verein Beauftragte gilt als Vermittler zwischen Fans und Verein, wenn es mal Reibungspunkte geben sollte.
Der VfB Stuttgart ist einer der bekanntesten Fußballvereine Deutschlands und hat nicht nur in der schwäbischen Region eine Menge Fanclubs. VfB Stuttgart Fanclubs kann man bundesweit finden. 265 VfB Stuttgart Fanclubs werden insgesamt gezählt, nicht nur deutschlandweit, einige VfB Stuttgart Fanclubs gibt es auch im Ausland. Die Mitgliederzahlen des VfB sind in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahr 2007 zählte der Club fast 41.000 Mitglieder. Im Jahr 2000 waren es nur 7.000. Viele Eintrittskarten werden an Mitglieder, Fanclubs und Dauerkartenbesitzer verkauft. Es ist immer vorteilhaft einem Fanclub anzugehören, wenn man Spiele des VfB Stuttgart live im Stadion erleben möchte.