Es sollte das Highlight der diesjährigen Saison werden. Das Champions League Finale zwischen dem AC Mailand und dem FC Liverpool wurde von vielen Seiten als Revanche für 2005 angepriesen. Milan schaffte diese Revanche, aber vom Spiel erwartete man mehr. Auch wenn ich mir persönlich andere Teams im diesjährigen Champions League Finale gewünscht hätte, so war ich doch gespannt, ob Milan die Revanche gegen den FC Liverpool schafft.
Außerdem hoffte ich auf ein Finalspiel wie 2005, als Liverpool den AC Mailand im Elfmeterschießen besiegte. Doch dieses Jahr glänzte das Finalspiel eher weniger, es war kein wirkliches Spektakel. Von dem AC Mailand war lange Zeit kaum etwas zu sehen, doch Liverpool konnte kein Kapital schlagen aus den Möglichkeiten, die sich ihnen boten. Die Angriffe wurden nicht konsequent durchgeführt und kurz vor der Pause bestrafte Milan den englischen Rekordmeister.
Durch einen Freistoss von Pirlo, der von Inzaghi abgefälscht wurde, ging Milan in Führung. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Inzaghi den Ball mit dem Arm weiterleitete und der Treffer somit irregulär gewesen wäre. Für Milan war die Führung auf alle Fälle sehr glücklich, denn es war der erste Torschuss der Milanesen in diesem Spiel.
Liverpool versuchte es immer weiter, ein Tor zu erzielen, doch auch nach der Pause wurden die Chancen nicht zwingender. Dass Liverpool sich öffnen musste, nutzte Milan eiskalt aus und erhöhte wiederum durch Inzaghi auf 2:0. Kurze Zeit später gelang Kuyt noch der Anschlusstreffer. Hoffnung keimte wieder auf, dass eine ähnliche Sensation wie 2005 möglich ist, aber die Zeit wurde am Ende zu knapp, Milan gewann und schaffte die Revanche. Dem AC Mailand genügten ganze zwei Tormöglichkeiten, um den Sieg perfekt zu machen. Minimalistische Arbeit!
Irgendwie hatte ich während des gesamten Spiels und bei der Pokalübergabe das Gefühl, dass eine bestimmte Atmosphäre fehlt. Für Fans dieser beiden Teams war aber auch dieses Spiel sicherlich nervenaufreibend.
Liverpool erreicht das Halbfinale der Champions League. Im Hinspiel machten die Engländer mit einem 0:3 Auswärtssieg alles klar. Der PSV Eindhoven konnte auch im Rückspiel nichts aufholen, denn auch dieses Spiel gewann Liverpool mit 1:0.
Gerade das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League zwischen dem PSV Eindhoven und dem FC Liverpool war maßgebend. Mit einer souveränen Vorstellung im Hinspiel siegte der FC Liverpool in Eindhoven mit 3:0. Die Niederländer konnten nichts entgegensetzen und im Rückspiel spielte sich die Reds mit einem 1:0 Sieg sicher in das Halbfinale der europäischen Königsklasse.
Tore durch Gerrard (27.), Riise (49.) und Crouch (63.) sorgten für klare Verhältnisse im Hinspiel. Nach guter Vorarbeit von Finnan eröffnete Gerrard mit einem wuchtigen Kopfball den Torregen. Ein satter Linksschuss von Riise vergrößerte den Vorsprung für Liverpool und den Schlusspunkt setzte ein tolles Kopfballtor durch Peter Crouch. Liverpool befindet sich in den letzten Wochen im Aufwind, erst vor kurzem konnten sie einen 4:1 Sieg über den FC Arsenal London bejubeln.
Auch im Rückspiel am 11. April hatte Liverpool keine Probleme gegen ungefährliche Niederländer. Nur ein Tor fiel in dieser Begegnung. Wieder war Crouch der Torschütze, doch anstelle des Kopfes nahm er diesma den rechten Fuß. Nach einer Flanke von Robbie Fowler in den 5-Meterraum reichte es Crouch, seinen Fuß hinzuhalten und den Ball im Gehäuse von Gomes unterzubringen. Der brasilianische Torhüter hatte keine Chance, den aus kürzester Distanz geschossenen Ball zu halten.
Im Halbfinale begegnen die Reds nun dem FC Chelsea, es kommt zum englischen Duell. Wenn Liverpool weiter so stark spielt, dann wird es ein ganz enges Match und Chelsea muss alles geben.
Der FC Liverpool steht im Finale der Champions League 2007. Es war eine Entscheidung im Elfmeterschießen. Liverpools Trainer Benitez zeigte, dass man auch ohne Theatralik erfolgreich sein kann. Chelsea Coach Mourinho lieferte an der Seitenlinie seine eigene Show ab.
120 Minuten Spiel, dann Elfmeterschießen. Die Entscheidung zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea London konnte erst durch ein KO-Elfmeterschießen fallen. Durchgesetzt hat sich am Ende die Elf von Rafael Benitez, dem ruhigen, sympathischen Trainer. Der FC Chelsea um Trainer José Mourinho musste die Heimreise antreten, in der Gewissheit, auch in dieser Saison den Champions League Titel nicht gewinnen zu können.
Das Hinspiel entschied der Londoner Club für sich, sie gewannen knapp mit 1:0 durch ein Tor von Joe Cole. Nach 90 Minuten stand es im Rückspiel ebenfalls 1:0 für die Heimmannschaft, diesmal aber den FC Liverpool. Nach einem Freistoß, den Gerrard flach auf den am 16 Meterraum stehenden Agger zielte, zog dieser direkt ab und verwandelte durch einen Schuss ins linke untere Eck zur 1:0 Führung. Es war kein hochklassiges Spiel, mit wenig großen Torchancen, sondern viel Mittelfeldarbeit. Doch bedingt durch das Ergebnis wurde die Spannung bis zum Ende aufrecht gehalten. Eine Verlängerung war notwendig, aber auch diese endete torlos. Somit kamen die beiden englischen Teams nicht um ein Elfmeterschießen herum. Es zeigte sich, dass der FC Liverpool die besseren Nerven hatte, denn sie gewannen 4:1. Zenden, Alonso, Gerrard und Kuyt trafen für die Hausherren, nur Lampard konnte für den FC Chelsea den Elfer verwandeln.
Schon im Vorfeld wurde immer wieder über das eher schlechte Verhältnis zwischen Rafael Benitez und José Mourinho berichtet. Mourinho sorgt mit seinen Aussagen immer wieder für Wirbel. Mittlerweile stelle ich mir die Frage, zu welchem Trainer in der englischen Premier League Mourinho überhaupt einen guten Kontakt hat. Für mich ist das Verhalten des Portugiesen in vielen Situationen sehr respektlos und ich frage mich ob die Show, die er sowohl für die Medien, als auch auf der Trainerbank liefert, echt ist oder gespielt.
Im gestrigen Champions League Spiel beobachtete ich beide Trainer. Während Benitez sich nur selten aufregte, meist ruhig blieb und auch im Interview nach dem Spiel einen sympathischen Eindruck machte, war das Auftreten von José Mourinho durch unglaublich viel Theatralik, Provokation und kaum Achtung gekennzeichnet. Die Kameras fingen ihn immer wieder ein, er gestikulierte wild, als ob er einen Auftritt beim Theater hat. In der Mimik des Chelsea Coach zeichnete sich sehr viel Abwertung und Respektlosigkeit gegenüber dem gegnerischen Team und dem Schiedsrichter ab, außerdem wirkte das ganze Verhalten arrogant und unsympathisch. Leider kann ich keine positiven Eigenschaften im Auftreten dieses Trainers finden, auch wenn ich danach gesucht habe. In den Interviews, indenen ich Mourinho bisher gesehen habe, bestätigte sich dieser Eindruck.
Abschließend kann ich sagen, dass im gestrigen Spiel der bessere Trainer gewonnen hat, denn Benitez stellt nicht sich, sondern sein Team in den Vordergrund und er arbeitet ruhig und sachlich um erfolgreich zu sein.