Eine Bundesliga-Saison verläuft für VFB Stuttgart meist geradlinig, mit einem schönen Angriffsfussball der die Herzen der VFB-Fans höher schlagen lässt. Die Saison 2010/2011 hatte mit den vorherigen Saisons aber nur wenig gemein. Zwar konnte der VFB auf internationaler Bühne einige Erfolge verbuchen, aber in der heimischen Bundesliga konnte der VFB Stuttgart in der Saison 2010/2011 nie überzeugen und seine hoch gesetzten Ziele erreichen. Was der Grund für das schlechte Abschneiden der Stuttgarter in der abgelaufenen Bundesliga-Saison war, kann nicht so einfach genannt werden.
Wahrscheinlich kamen mehrere ungünstige Umstände zusammen, die zu dem teilweise kritischen Saisonverlauf führten. Zu Beginn der Saison hatten Spieler des VFB Stuttgart noch allen Grund zum Hoffen. Denn sie waren es, die mit einer sehr starken Rückrunde im vorherigen Jahr noch den Einzug in den internationalen Wettbewerb erringen konnten. Beträchtlichen Anteil daran hatte der Erfolgstrainer Christian Gross, der das Traineramt des VFB am 6.Dezember 2009 von Markus Babbel übernahm. Unter seiner Leitung schaffte es die Mannschaft von Tabellenplatz 15 auf Platz 6 zu klettern. Somit konnte sich der VFB Stuttgart direkt für die UEFA Europa League qualifizieren. Doch der VFB konnte nicht an die guten Leistungen anknüpfen und startete schwach in die Bundesliga-Saison 2010/2011.
Der VFB agierte auf dem Transfermarkt sehr unauffällig und verpflichtete keine großen Fussballstars, sondern ergänzte den Kader nur minimal. Als Verteidiger holten die Verantwortlichen des VFB Stuttgarts den Außenspieler Philipp Degen vom FC Liverpool, allerdings nur auf Leihbasis bis zum Ende der Saison 2010/2011. Für das Mittelfeld wurde die Juventus Turin Legende Mauro Camoranesi an den Neckar gelotst. Leider konnte Camoranesi die hohen Erwartungen nicht erfüllen und ging schon nach Ende der Hinrunde zu den argentinischen Verein CA Lanus. Im Sturm verstärkte sich der VFB Stuttgart mit dem talentierten Perspektivspieler Martin Harnik. Der österreichische Nationalspieler wechselte von Werder Bremen zu den Schwaben. Er wurde während der Hinrunde nur selten berücksichtigt, schaffte dann aber mit einer bärenstarken Rückrunde den Durchbruch beim VFB.
In der Winterpause 2010/2011 wurde der VFB Stuttgart noch einmal am Transfermarkt aktiv und Verpflichtete für den Angriff den Stürmer Shinji Okazaki aus der japanischen J-League. Ein weiterer wichtiger Transfer für die zweite Saisonhälfte war die Verpflichtung von Tamas Hajnal von Borussia Dortmund. Hajnal wurde zuerst aber nur vom VFB ausgeliehen. Mit dem Erreichen des Klassenerhalts in der Bundesliga-Saison 2010/2011 wurde eine vorher vereinbarte Kaufoption wirksam, so dass Tamas Hajnal nun endgültig zu den Schwaben wechselte. Bestseller bei den VFB Stuttgart Trikot waren wahrscheinlich die der Stars Serdar Tasci und Christian Träsch.
Transferpolitik Saison 2010/2011:Der VFB Stuttgart hat wie viele deutschen Fussballvereine eine gesunde Transferpolitik. Muss aber für die neue Bundesliga-Saison den Kader teilweise verstärken, um wieder die obere Tabellenhälfte zu erklimmen. Durch das Verpassen des internationalen Wettbewerbs entfällt für die Bundesligasaison 2011/2012 die Mehrbelastung und es bleibt mehr Zeit die Mannschaft optimal abzustimmen.
Schon zu Beginn der Bundesliga-Saison 2010/2011 blieb VFB Stuttgart hinter den Erwartungen zurück und zeigt erschreckend schwache Leistungen, was die Fussballfans des VFB wütend stimmte. Schon während der ersten Hälfte der Fussball-Saison 2010/2011 wurde der Trainer Cristian Gross entlassen und von Jens Keller bis zum 11. Dezember 2010 ersetzt. Als auch der neue Trainer keinen Erfolg erringen konnte, wurde Bruno Labbadia verpflichtet.
Der gleich zu Beginn seiner Amtszeit zwei schwierige Süd-Derbies gegen den FC Bayern München zu überstehen hatte. Und obwohl sich die Spieler des VFB Stuttgart tapfer schlugen, konnte man gegen die Bayern nichts holen. Beide Spiele gingen 3:5 bzw. 3:6 verloren. Obwohl sich der VFB in der Bundesligasaison so schwer tat, konnte er in der UEFA Europa League voll und ganz überzeugen und schlossen die Gruppenphase souverän als Gruppenerster ab.
Zu Beginn der zweiten Hälfte der Saison 2010/2011 unternahm die Stuttgarter Führung zwei Transfers. Es wurden die Spieler Shinji Okazaki und Tamas Hajnal verpflichtet. Beide Spieler konnten überzeugen und leisteten ihren Anteil an dem Erhalt der Bundesligazugehörigkeit.
Der VFB Stuttgart spielte eine sehr starke Rückrunde und sicherte den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag mit einem Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim. In der Europa League musste man sich der portugiesischen Erfolgsmannschaft Benfica Lissabon im Sechzehntelfinale geschlagen geben. Insgesamt spielte der VFB Stuttgart eine durchwachsene Bundesligasaison 2010/2011, hinter die er am Besten einen Haken setzt und in der neuen Saison mit viel Schwung einen Neuanfang zu starten.
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